CURRICULUM

Alexander Kaimbacher

Es war einmal ...

 
Tamino/Zauberflöte - Theater Koblenz 2002

Curriculum

Alexander Kaimbacher wurde 26. Dezember 1969 in Villach geboren und lebt heute mit seiner Familie in Wien. Er studierte Gesang, Schauspiel, Waldorfpädagogik, Germanistik, Musik- und Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Aktuell liegt seine Masterarbeit zur Begutachtung über „das Magische Moment und die Frage nach seiner digitalen Wiederholbarkeit im transitorischen Kunstwerk“ vor. Erwarteter Abschluss Mai 2021) Seit 1998 arbeitet er als freischaffender Opern- und Konzertsänger und war Ensemblemitglied der Wiener und der Bayerischen Staatsoper. Seine künstlerische internationale Stärke beruht auf drei Säulen: • seine ganz ihm einzigartige Interpretation von Liedern, Arien, Rezitativen, Bühnenrollen • seine mitreißende und stets textdeutliche Artikulation in allen Musikstilen • die intensive Charakterdarstellung seiner Rollen (Loge, Aschenbach, Candide, Celebrant, uvm.) Mit seinem umjubelten Debüt als Gustav von Aschenbach in Brittens Tod in Venedig wurde ich 2016 in der Kritikerumfrage des NRW- Die Welt als bester Sänger im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Große Erfolge feierte er auch in der Operette als Eisenstein, Leopold oder Boccaccio.

Er ist ein Spezialist für Liedgesang und Neue Musik. Zuletzt gab er 2019 ein von der Kritik und Publikum hochgelobtes Rollendebut am Opernhaus Zürich in György Ligeti Le Grand Macabre, als der heilige Trinker Piet vom Fass.

Kaimbacher 2019

Künstlerische Erfolge

• Seit 23 Jahren arbeitet Alexander Kaimbacher international erfolgreich als freischaffender Opern- und Konzertsänger. Durch seine Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit verfügt er über ein sehr umfangreiches Repertoire, das weit über die Grenzen des Bekannten hinausgeht. Konzertauftritte, ob in Begleitung mit Orchester, Klavier, Harfe, Streicher oder Gitarre, brachten ihm internationales Renommee bei Publikum und Kritik. • Freiberufliche Engagements führten ihn bislang u.a. an die Wiener Staats- und Volksoper, Opernhaus Graz, Staatstheater Meiningen, Opernhaus Zürich, Théatre des Champs-Élysées, Teatro Regio di Torino, Teatro San Carlo di Napoli, Teatro dell’ Opera di Roma, Teatro Massimo di Palermo, La Scala di Milano, Bayerische Staatsoper München, sowie zu den Festspielen Salzburger und Bregenzer Festspielen, Festival Grafenegg, Klangbogen Wien, Carinthischer Sommer, Berliner und Wiener Festwochen, zum Festival Israel und in St. Petersburg. • Er konzertierte beim internationalen Liedfestival Zeist/Hertogenbosch, beim BR und WDR, am Münchner Gasteig, Wiener Musikverein und Konzerthaus, Brucknerhaus Linz, Carinthischer Sommer, Gitarrentage Aschaffenburg, Teatro Monumental Madrid, ACF New York, Washington, Minneapolis Concert Hall, Vancouver Orpheum Theatre, Grant Park Music Festival Chicago, Gulbenkian Lissabon, in der Philharmonie de Paris und Luxenbourg • Zusammenarbeit u.a. mit Dirigent*innen: Marcello Viotti, Manfred Honeck, Carlos Kalmar, Adam Fischer, Ulf Schirmer, Bertrand de Billy, Matthias Bamert, Stefan Soltesz, Martin Haselböck, Omer Meir-Wellber, Keri-Lynn Wilson, Gianandrea Noseda, Franz Welser-Moest, Seiji Ozawa, Oksana Lyniv, Tito Cecherini, Philippe Jordan, Zubin Mehta, Simone Young, Kent Nagano, Ivor Bolton, Lawrence Foster, Christian Thielemann, Kirill Petrenko • Zusammenarbeit u.a. mit Regisseur*innen: Luc Bondy, Ron Daniels, Johannes Erath, Tatjana Gürbaca, Philipp Harnoncourt, Olivier Tambosi, Carlos Wagner, Robert Herzl, Andreas Kriegenburg, Nadja Loschky, Peter Lund, Hans Neuenfels, Erwin Piplits, Pier Luigi Pizzi, David Pountney, Leonard Prinsloo, Falk Richter, Jasmin Solfaghari, Michael Sturminger, David Pountney

Zusammenarbeit u.a. mit Komponisten und Schritsteller*innen: Christoph Cech, Friedrich Cerha, Iván Eröd, Juri Everhartz, HK Gruber, Georg Friedrich Haas, Lotte Ingrisch, Dieter Kaufmann, Bernhard Lang, Roland Neuwirth, Thomas Pernes, Herwig Reiter, Wolfgang Sauseng, Gerhard Schedl, Thomas Daniel Schlee, Wolfgang Florey, Peter Turrini, Wolfram Wagner, Giorgio Battistelli, Peter Eötvös

Kaimbacher Ziegelwand

Stilistische Vielfältigkeit

Alexander Kaimbacher verfügt über ein fundiertes Wissen alle klassischen Musikstile. Er kann auf ein Musikwissenschaftliches Studium verweisen, sowie auf eine praxiserfüllte Karriere die sich in allen Stilepochen bewegt. Mein Opernrepertoire spannt sich von den lyrischen Partien Mozarts (Belmonte, Don Ottavio) bis hin zu Charakterpartien von Wagner (Steuermann, Vogelsang, Loge, Mime) und Strauss (Tanzmeister, Jüngling, Brighella, Valzacchi). Er hat über 140 Rollen quer durch das gesamte Repertoire international gesungen und verfügt über eine hervorragende Fachkompetenz, was Stimmgattungen und Rollenrepertoire betrifft. Hervorzuheben ist seine intensive künstlerische Zusammenarbeit mit der Neuen Oper Wien, wo er mehrere Ur- und österreichische Erstaufführungen gestalten durfte. Produktionen wie Mass und Candide von Leonard Bernstein, Albert Herring, Curlew River, the Prodigal Son von Benjamin Britten, Die Nase von Dimitri Schostakowitsch sowie als Robespierre in Dantons Tod (Gottfried von Einem), als Li Po in Marco Polo, als Prince in Tea (Tan Dun), als Tamino in der Zauberflöte 06 (Thomas Pernes), als Orpheus in Orfeo (Monteverdi/Christoph Cech),als Luis/Peter in Toteis (Manuela Kerer), als Theaterregisseur in Radames (Perter Eötvös), als Dove in The Knot Garden (Michael Tippett), als Pierre in Pierre et Luce (Gerhard Schedl) und als Soldat/Dichter in Der Reigen (Bernhard Lang). Zuletzt stellt sein Gustav Aschenbach in Death in Venice einen weiteren künstlerischen Höhepunkte dieser fruchtbaren Zusammenarbeit dar. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Kaimbacher als Spezialist für Neue Musik gehandelt wird. Uraufführung (UA) im Stadttheater Klagenfurt Jedem das Seine (Turrini/Hassler), UA Opernhaus Zürich Der Herr Nordwind (HK Gruber), UA Bregenzer Festspiele Die schöne Wunde (Haas), EA Theater an der Wien Il Postino (Catan) mit Placido Domingo. UA Teatro San Carlo die Napoli Napucalisse (Giorgio Battistelli), ÖEA EntArteOpera Baruchs Schweigen (Ella Milch-Sheriff) UA Wiener Festwochen Mondparzifal Alpha 1-8 (Bernhard Lang) inszeniert von Jonathan Meese; Die Soldaten (Bernd Alois Zimmermann) brachten dem Künstler großes internationales Renommee, einmal unter Kriegenburg/Petrenko an der Bayerischen Staatsoper, sowie in einer Produktion der Oper Köln unter La Fura dels Baus und Francois-Xavier Roth. Neben seinem umfangreichen Opernrepertoire verfügt Alexander Kaimbacher über ein ausgeprägtes Konzertrepertoire, das weit über Standardrepertoire hinausreicht. Neben zahlreichen Ur- und österreichischen Erstaufführungen hat er im Laufe seiner Karriere die Möglichkeit bekommen, sich mit allen wichtigen und großen Musikwerken auseinanderzusetzen. Seine Repertoirekenntnisse umfassen Renaissance Lieder mit Gitarre, das gesamt Liedergut der Wiener Klassik und Romantik (Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Mendelssohn, Mahler Strauss, Wolf, Reger) bis hin zum Liedgut der Klassiker des 20. Jahrhunderts, wie Schostakowitsch, Berg, Webern, Schönberg, Krenek, Britten, bis zu eigens für ihn komponierte Werke zeitgenössischer Komponisten wie Herwig Reiter, Wolfram Wagner, HK Gruber, Wolfgang Florey, Bernhard Lang.

Erfahrung als Schul- und Sozialpädagoge Arbeit mit Schwerstbehinderten Menschen Unterrichtspraxis als Lehrer an Volks-, Mittel und AHS Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung (PÄDAG Eisenstadt) Lehrtätigkeit als Stimmbildner bei Sommerakademien (u.a. Chorakademie Krems, Gesangseminar am Techelsberg) Unterrichtstätigkeit Stimmbildung Volkshochschule Wien Meidling Meisterkurse St. Petersburg, Jerusalem private Gesangunterrichtstätigkeit intensive Zusammenarbeit mit Schulen im Rahmen des Festivals tri/CONCERTO Konzertbegleitung junge Künstler*innen (Gesang, Schauspiel, Performance) Unterrichtstätigkeit Waldorflehrer für 12 Schulklassen inkl. Matura Menschenkenntnis, soziale Kompetenz, Berufserfahrung persönliche Stärken: ausgeprägte Sozialkompetenz, Begeisterungsfähigkeit, schnelle Auffassungsgabe, pädagogisches Feingefühl, verlässlich, verantwortungsbewusst, dialogbereit Wissenschaftliche Forschungsarbeit über das Magische Moment im transitorischen Kunstwerk

Kaimbacher Terrasse